Guten Morgen, Manuel Salman. Wann hat das eigentlich angefangen, Karina Schmidt, dass wir uns hier mit Nachnamen ansprechen? Seitdem ich das lustig finde. Verstehen unsere Hörerinnen das, dass das einen Hauch von Ironie beinhaltet? Ich denke schon, das macht man in anderen Sprachen auch, oder? Das ist jetzt nichts, was irgendwie nur in Deutschland unlustig ist. In Deutschland ist es ja schon auch ein Thema. Also manche Menschen, es gibt ja Arbeitsplätze, da spricht man sich mit Nachnamen an, unironisch. Ja, genau. Die meisten Arbeitsplätze in Deutschland, da sieht man sich, oder? Weiß nicht, so halb, halb. Ich glaube schon, es gibt dieses Phänomen manchmal an Supermarktkassen. Hört man das manchmal, das finde ich ganz lustig. Wo sie den Nachnamen benutzen, sich dann aber duzen. Frau Schmidt, kannst du mal kurz rüberkommen? Wirklich? Hast du das schon mal gehört? Nee. Ich habe das schon mal gehört. Und finde das total seltsam, weil eigentlich entweder Nachname und sie oder Vorname und du. Es gibt auch Vorname und sie, ne? In der Schule, stimmt. Wenn man 18 wird, dann fangen die Lehrerinnen an, das sie zu benutzen, aber sie sprechen einen weiterhin mit Vornamen an. Karina, kommen Sie mal bitte nach vorne zur Tafel. Genau. Ich bin dafür, dass wir das alles simplifizieren, damit die Deutschlerne nicht so überfordert sind. Weil warum nicht einfach alle mit einem Vornamen ansprechen? Das ist doch viel mehr da, oder? Ja, und vor allem, dass du, wie in Schweden, da werden selbst die Politikerinnen gedutzt. Ist das so, Manuel? Habe ich gehört, ja. Und dass sie gibt es zwar, aber das nutzt man, wenn man wirklich eine Distanz ausdrücken will, die sehr stark ist. Für die Königsfamilie. Gibt es in Schweden noch Königsfamilien? Ja, klar. Aber ich glaube, da ist das sie eher so ein, fast schon oppositionell. Also, wenn man jemanden verklagt, dann würde man ihn wahrscheinlich sitzen, um wirklich eine große Distanz herzustellen. So verstehe ich das. Ich hoffe, die Schweden und Schweden, die uns zuhören können, das mal kommentieren, ob das so stimmt. Thema der Woche. Ja, da ist ja mein Thema schon direkt da. Ja, Kari, du hast unseren Podcast vorbereitet am Wochenende. Ja, das mach ich so am Sonntag. Danke. Manuel, mein Thema der Woche, was ich mitgebracht habe, steht schon sehr lange auf unserer Liste. Aber wir sind nie angegangen. Diese Woche allerdings passt es zu meinem Tagesablauf. Denn ich muss morgen zur Mammografie. Weißt du, was das ist? Das weiß ich. Das ist eine Brustuntersuchung. Richtig. Das ist ganz schön. Da werden die Brüste zwischen zwei Platten eingeklemmt. Und man würde nicht denken, dass es schmerzen kann, aber es schmerzt sehr. Trotzdem ist es wichtig. Es ist nämlich eine von vielen Vorsorgeuntersuchungen. Und ich dachte, wir sprechen heute mal über dieses Thema. Alles erstens wichtig ist. Man kann wirklich sehr viele Krankheiten durch rechtzeitige Vorsorge verhindern. Und es ist auch vielleicht etwas, was, wenn ihr neu in Deutschland seid, euch noch nicht bekannt ist. Also was gibt es überhaupt an Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland? Und vor allem, was wird alles durch die Krankenkasse bezahlt? Das ist nämlich meines Wissens nach in Deutschland sehr viel oder mehr als in einigen anderen Ländern. Was ist das? Was ist das? Wenn man sprachlich an Vorsorge, was heißt das? Ja, die Sorge ist, also wenn man sich um etwas oder um jemanden sorgt, dann kümmert man sich darum. Also ich kann mich, man kann sich Sorgen machen. Das bedeutet, man hat vielleicht Angst oder macht sich Sorgen. Aber sich um etwas Sorgen bedeutet eigentlich, dass man sich um etwas kümmert. Man kümmert sich, bevor es so weit ist. Also in diesem Fall geht es um Krankheiten. Man kümmert sich darum, bevor man krank wird. Und ich finde, dieses Wort Vorsorgeuntersuchungen sehr sperrig und ist, also man bekommt keine Lust auf dieses Thema, wenn man dieses Wort hört, finde ich, Vorsorgeuntersuchungen. Ja. Aber ich habe so ein Buch gelesen, da ging es um Long Jevity. Ich weiß nicht, wie man das auf Deutsch nennt. Da hing es darum, wie man lange und vor allem lange und gesund lebt. Also wie man es schafft durch verschiedene Verhaltensanpassungen, Änderungen im Leben, dass man hoffentlich, wenn man älter wird, nicht die großen Krankheiten bekommt, die viele Leute bekommen, wenn sie älter werden. Und das Wort, was sie da immer benutzt haben in dem Buch, war Medicine 2.0 und Medicine 3.0. Und das fand ich sehr cringe. Ich will nicht sagen, dass ich diesen Begriff benutzen will. Aber ich glaube, da ist dieser Versuch drin oder ist schwang immer mit, hey, Medizin 2.0, die klassische Medizin kümmert sich immer erst dann um Dinge, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Ist das so? Aber also jetzt oft. Und der jetzt lange Bogen, den ich hier spanne, ist zu sagen Vorsorgeuntersuchungen sind cool, weil man sollte sich um Dinge kümmern, bevor sie eintreten. Man sollte sich eben, man sollte die Mammografie machen regelmäßig, bevor es einen Verdacht auf Brustkrebs gibt. Es ist besser, wenn man das regelmäßig macht, ohne dass es ein Problem gibt, weil man dann die Krankheiten sehr viel früher entdeckt und sehr viel besser behandeln kann. Wobei ich das... Danke, dass du meinem Ted Talk zugehört hast. Wobei ich das interessant finde. Weil jetzt wurde die Long Jevity Bewegung erwähnt, denke ich. Es ist auch nochmal gut zu sagen, es muss eine Balance geben. Ich finde diese Silicon Valley Long Jevity Bewegung auch bisschen problematisch und übertrieben, weil es gibt ja auch Leute, die sich dann irgendwie das Blut von ihrem Sohn transferieren lassen, damit sie junger bleiben und man kann es auch übertreiben. Darum ging es aber in dem Buch nicht. Also Long Jevity ist vielleicht der falsche Begriff. Es ging in dem Buch eigentlich ums Gesund bleiben. Wie bleibe ich gesund? Das war eigentlich der Punkt von diesem Buch. Ja. Und wie man das perfekt macht, das können Manuel und ich euch auch nicht erzählen. Noch nicht. Da haben wir vielleicht auch unsere eigenen Taktiken. Aber ich finde es schon mal gut zu wissen, was es überhaupt verfügbar gibt und was vielleicht in Deutschland zumindest empfohlen wird. Was man so machen kann an Vorsorgeuntersuchungen. Wir haben ja in Deutschland ein kritisiertes, aber noch einigermaßen gutes Gesundheitssystem. Und ich finde es erst mal interessant zu sehen, was dieses Gesundheitssystem bietet. Da fangen wir mal an mit dem allgemeinen Gesundheitscheckup in der Hausarztpraxis. Das kann man nämlich tatsächlich ab 18 Jahren machen. Was ist das, Manuel? Ja, das ist etwas, was man ab 35 regelmäßig machen kann. Ihr steht ab 18 Jahren bis zum Alter von so einem Einmaligen. Da darf man es einmalig machen. Und ab 35 darf man das regelmäßig machen und zwar alle drei Jahre. Also eigentlich ist das dieses Gesundheitscheckup etwas, was man ab 35 alle drei Jahre machen kann und davor einmal. Und perfektes Timing, Kari, denn ich habe das tatsächlich diese Woche. Nein. Ich habe das in vier Tagen gebucht und war heute schon zur Blutabnahme dort. Das ist ganz gut organisiert. Wenn man diesen Termin bucht, bei meinem Hausarzt geht das online. Oh, modern. Dann steht da bitte drei Tage vorher einen zweiten Termin zur Blutabnahme machen. Und das heißt, heute wurde mein Blut abgenommen. Das geht jetzt ins Labor. Und da wird einmal alles durchgecheckt. Urinprobe auch noch. Und den Blutdruck haben sie gemessen. Und in vier Tagen habe ich dann einen Termin mit der Ärztin. Und die wird dann vermutlich mir erklären, was sie da gefunden haben. Ja. Und welche, ob alles gut aussieht. Und ich glaube, sie machen bei dem Termin auch noch ein paar andere Sachen. Also sie stellen auch nochmal Fragen. Und es geht einfach darum, hier steht ein kombiniertes Screening. Also es wird quasi einmal alles so durchgecheckt. Wie fühlt man sich? Und gibt es irgendwelche Werte oder irgendwelche Hinweise, dass man sich irgendwas mal genauer anschauen sollte? Genau. Und das ist gut zu wissen. Also unter 35 Jahren kann man das einmal machen. Ich weiß nicht, warum nur einmal. Grundsätzlich kann man immer zum Arzt gehen und auch einen Bluttest anfragen, wenn man das Gefühl hat, dass es nötig ist. Das muss der Arzt dann natürlich entscheiden oder die Ärztin. Aber ab 35 Jahren dürft ihr das alle drei Jahre machen. Und das steht euch zu. Und das ist einfach gut, das zu nutzen, weil man kann unter Umständen dann in solchen Blutwerten frühzeitig Dinge erkennen. Auch gerade, weiß ich, Herzerkrankungen verhindern, indem man vielleicht sich gesünder ernährt und so weiter. Also mit dürft ihr das machen, ist gemeint, ihr dürft zum Arzt gehen, obwohl ihr euch gesund fühlt. Es wird einmal alles durchgecheckt. Und die Krankenversicherung, die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland, bezahlt das. Das ist sozusagen der Kern dieses Check-ups. Genau. Dann gibt es alle möglichen Untersuchungen, die man bei einem Gynäkologin machen kann. Ab 20 Jahren zum Beispiel der sogenannte Papp-Abstricht zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Es gibt Test auf Infektion von Klamydien bis 25 Jahre. Und ab 30 Jahre eine jährliche Brust- und Hautuntersuchung. Das, was ich jetzt mache morgen, ist tatsächlich eine Mammografie. Die macht man eigentlich erst ab, ich gucke mal gerade nach, ab 50 Jahren. Wir haben hier eine Seite von der Verbraucherzentrale, die Manuel und ich uns gerade angucken. Die verlinken wir auch in den Show-Notes, weil da hat man einen ganz guten Überblick, was es in Deutschland gibt. Was ist die Verbraucherzentrale? Das ist eine Organisation, die sich für Verbraucher einsetzt. Also für alle Menschen, die... Etwas konsumieren. Ja. Das ist ein gutes Wort auch. Ja, genau. Also dieses Mammografie-Screening, das ist also so ein... Das ist quasi... Bei mir ist das eine Kombination aus... Wie heißen das? Röntgen und Ultraschall. Das kriegt man eigentlich ab 50 Jahren. Alle zwei Jahre wird man da eingeladen. Ich krieg es auch schon früher, weil ich tatsächlich eine familiäre Belastung habe mit dem Thema Brustkrebs und deswegen mich schon sehr früh drum gekümmert habe. Und grundsätzlich muss ich sagen, diese Vorsorge-Untersuchungstermine, die finde ich auch immer ein bisschen unangenehm. Generell gehe ich, glaube ich, im Gegensatz zu dir, nicht so gerne zum Arzt. Und ich denke da schon tatsächlich auch Tage vorher dran. Und ich glaube, dass das auch einer der Gründe ist, warum viele Leute das nicht machen. Die wollen sich einfach nicht damit belasten mit dieser Idee, dass man krank sein könnte. Weil sobald man zum Arzt geht, denkt man dran, dass man krank sein könnte. Und wenn man nicht zum Arzt geht, denkt man nicht dran. Aber so funktionieren natürlich Krankheiten nicht. Und tatsächlich ist es so, dass man durch Vorsorge sehr viel verhindern kann bzw. einfach früh finden kann in einem Stadium, wo man es noch behandeln kann. Und das finde ich, glaube ich, wichtig im Kopf zu behalten. Auch wenn man vielleicht Angst davor hat, zum Arzt zu gehen oder sich mit bestimmten Themen überhaupt zu beschäftigen. Wie siehst du das, Manuel? Ich gehe jetzt auch nicht so gerne zum Arzt, wie du das beschreibst. Aber für mich ist das so etwas, ich mache das einfach in meinen Kalender. Und denk dann nicht mehr groß drüber nach. Weil ich einfach denke, einfach machen, einfach hin. Und dann ist es ja auch wieder vorbei. Und es ist ein kleines, es ist wie Backups machen vom Computer. Es ist zwar ein bisschen nervig, man muss sich darum kümmern, man muss dran denken. Und im besten Fall braucht man es nie. Aber es ist dann doch ein kleiner Aufwand, verglichen mit dieser großen Sicherheit, die man dadurch bekommt. Ein letztes vielleicht noch von dieser Liste, das ich noch ansprechen würde, ist das Hautkrebsscreening. Das ist auch so eine Früherkennung, die mache ich auch alle zwei Jahre. Übrigens, Janusz geht heute zum Hautkrebsscreening. Wir haben irgendwie alle unsere Gesundheitswoche, ohne dass wir es abgestimmt haben. Gesundheitswochen bei EasyGermain. Genau, da wird einmal die ganze Haut angeschaut von einem Dermatologen oder einer Dermatologin. Und ich habe sehr viele Muttermale. Und dadurch auch... Was ist ein Muttermal? Das kann ich dir so genau nicht erklären. Das ist so ein Punkt auf der Haut. Und in der Regel sind die total unproblematisch. Und okay, aber die können sich zu Hautkrebs entwickeln je nach Art des Muttermals. Und das kann man eben erkennen, wenn man ausgebildet ist oder mit entsprechenden Instrumenten. Mittlerweile kann das angeblich auch die AI ziemlich gut. Aber ich gehe da alle zwei Jahre zum Dermatologen. Ich muss gerade sagen, wenn ich diese Liste durchgehe, also wenn ihr alle keine Ahnung davon habt, worüber wir sprechen, dann solltet ihr wirklich einmal auf diesen Link klicken in den Show-Notes, damit ihr überhaupt wisst, was angeboten wird. Die hören sich alle nicht... Ich überlege gerade Hautkrebsscreening. Da muss man sich einmal nackt ausziehen und dann nachher nachher nachher nachher nachher nachher nachher. Und das ist das, was ich finde, dass die Leute, die die Ärzte oder die Ärzte haben, dass es noch das angenehmste. Die anderen sind auch nicht angenehm. Also, wie heißt das? Die Darumuntersuchung, was macht man da? Das habe ich noch nie gemacht, aber schon oft davon gehört, dass da wird ja so eine Kamera eingeführt. Genau. Und das stand aber zum Beispiel auch in diesem Buch. Das ist ein sehr guter Punkt, dass wir die Ärzte, die wir hier sehen, in den Vorgang lösen. Kuliskopie. Das ist zwar extrem unangenehm, aber die Vorteile überwiegen einfach massiv, dass wir diese Technologie haben, dass wir in einer Zeit leben, wo das geht, das sollte man sich nicht entgehen lassen. Genau. Deutschen Ärzteblatt habe ich gelesen, Manuel. Bis zu 60 Prozent aller Krebs-Todesfälle könnten sich verhindern lassen durch Vorsorge. Das heißt natürlich auch, dass wir gesunden Lebensstil führen. Man kann selber sehr viel daran tun, nicht rauchen, am besten kein Alkohol trinken, gesunde Ernährung. Man kann einfach sehr viel tun, um Krebserkrankungen zu verhindern oder zumindest frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Und da sollten wir einfach alle machen. Schön. Danke für diesen Informationsteil, Karina Schmidt. Das ist schön. So, Karin. Vorsorge wurde auch betrieben bei unserer Umwelt, für unsere Umwelt. Wir meckern hier ja ganz schön oft über die vielen Autos in Berlin. Haben auch schon eine Initiative vorgestellt, die die Autos aus der Berliner Innenstadt verbannen will und finden das natürlich nach wie vor wichtig und gut. Wie heißt die noch mal? Aber man kann ja auch mal sagen, wenn was sich zum Guten verbessert hat. Und tatsächlich habe ich eine Studie mitgebracht, die heißt Breathe Cities How leading cities have rapidly cut air pollution. Und hier siehst du das verschiedene Großstädte auf der ganzen Welt. Unter anderem Warschau, Beijing, Amsterdam, Rotterdam und so weiter. Aber auch Berlin ihre Feinstaubbelastung in den letzten ungefähr 14, 15 Jahren doch signifikant reduzieren konnten. Wirklich? Genau, es gibt hier so 2 Werte. Es gibt den Feinstaub, groben und feinen Feinstaub. Also das sind Partikel, die zum Beispiel von Baustellen, Reifen und Bremsen von unterschiedlichen Quellenstraßen Staub produziert werden und die gelangen in die oberen Atemwege und bereizen die Nase und Bronchen. Und dann gibt es Stickstoffdioxid vielleicht besser noch bekannt, das sind vor allem Abgase von Motoren von Verbrennern. Und in beiden Werten konnte sich Berlin doch reduzieren. Also ungefähr 30% bei dieser Feinstaubbelastung in diesen 14 Jahren und nicht ganz so viel, ich glaube etwas weniger, ne, 40% bei der Feinstaub und ungefähr 30% bei der Feinstaub. Und das ist das, das ist das, das ist das, den öffentlichen Nahverkehr. Ja, wenn ihr ein Auto habt in Deutschland, dann kennt ihr das vielleicht. Es gibt so eine Umweltplakette, die wurde vor einigen Jahren eingeführt und das ist wie eine Ampel. Grün, gelb, rot und man bekommt dann je nachdem wie alt das Auto ist und wie das angepasst ist an die Umweltstandards eine grüne, gelbe oder rote Plakette. Die muss man sich holen, wenn man in die Innenstadt will. Also viele deutsche Innenstädte erlauben nur noch die grüne Plakette unter anderem Berlin und so hat man dann vielleicht mehr. Es ist interessant, weil als ich gelandet bin wieder in Deutschland und auf das Wetter in Berlin geguckt habe, habe ich gesehen, dass die Luftqualität sehr schlecht ist. Also ich dachte jetzt, du kommst mit etwas, was also das passte gar nicht zu dem. Das geht mir auch so. Ich sehe das oft in der Wetter-App, dass die Luftqualität gerade in den letzten Monaten, habe ich das Gefühl, oft ziemlich schlecht ist. Das ist ja auch sicher so und trotzdem gibt es über diese 15 Jahre einen guten Trend. Das ist ja oft mit Daten so, das was wir selbst wahrnehmen, deckt sich dann manchmal nicht mit den Langzeitdaten. Aber vor allem, wenn man jetzt mal überlegt, wie viel besser es noch sein könnte. Also man sieht ja auch so Städte wie Amsterdam oder Rotterdam, die einfach auch ganz viel in die Fahrradinfrastruktur investiert haben. Ich glaube, in Episode 1 oder 2 von diesem Podcast haben wir Fahrradhighways gefordert in Berlin. Die gibt es immer noch nicht. Wie viel besser könnte das noch werden und zum Thema Krebsvorsorge. Feinstaub fördert auch Krebs oder kann Krebs auslösen. Also das wäre doch schön, wenn wir da noch Fortschritt machen würden. Das wäre unser Traum, ne? Eine Fahrradstadt, eine Fahrrad, also ich mag ja große Städte, aber es muss schon ein bisschen gesünder sein als das, was wir hier in Berlin haben. Es ist ja nicht nur der Feinstaub, es ist auch die ganzen Geräusche, die gefährliche Straße. Wir sagen es immer wieder. Aber mehr Bäume, mehr Fahrradwege, weniger Autos, weniger Stadtautobahnen. Ich finde es aber sehr cool, wenn man auf diesen Link klickst, wirst du den Link auch in den Show notes heute einige Informationen in den Show notes zu finden. Beijing ist ganz oben und das habe ich auch schon mal gehört. Fast bis zu 50 Prozent haben sie den Feinstaub reduziert. Da würde ich gerne mal hinfahren und mir das angucken. Ich war ja schon mal da und bin da auch viel Fahrrad gefahren. Also es gibt einfach viele Fahrradwege, viele Leifahrräder überall, die man sich ausleihen kann. Und was aber natürlich China ganz aggressiv betreibt, ist die Umstellung, also aggressiv im guten Sinne, die Umstellung von Verbrenner auf Elektrik. Also da sind mittlerweile fast alle Fahrzeuge in den Großstädten, sind elektrisch und es einfach viel leiser dadurch und natürlich viel weniger Stickstoffdioxid. Toll. Ausdruck der Woche. Karin, ich habe einen passenden Ausdruck mitgebracht und der heißt, die Luft ist rein. So wie in Berlin die Luft sauberer wird, so kann man sagen, die Luft ist rein, allerdings im übertragenden Sinne. Wann benutzt man diesen Ausdruck? Genau, man meint damit nicht, dass die Luft wirklich sauber ist und dass man gut atmen kann, sondern was meint man damit? Man meint, dass man etwas machen kann, was man machen will. Also es heißt eigentlich, dass... Wir brauchen ein praktisches Beispiel. Sagen wir mal, wir möchten Janusz überraschen zu seinem Geburtstag. War jetzt gerade aber vielleicht nächstes Jahr. Und wir wollen sicher gehen, dass während wir im Büro das Konfetti verteilen und die Ballons und die Torte, dass er weg ist, dass er vorher rausgeht. Vielleicht gibt es jemanden, der ihn rausführt. Und dann warten wir alle, bis er weg ist und jemand guckt vielleicht noch mal so aus der Tür oder aus dem Fenster und vergewissert sich, ist er wirklich weg. Und wenn man sieht, ah ja, er ist wirklich weg, er kann uns nicht mehr sehen, dann würde diese Person sagen, die Luft ist rein. Und damit ist gemeint, diese Person Janusz ist nicht mehr hier, wir können anfangen. Genau, eigentlich meint man damit oft die Abwesenheit einer bestimmten Person, die jetzt gerade stören würde. Kann auch positiv sein, wenn man eine Geburtsausvorbereitung macht. Kann aber auch sein, dass die Eltern vielleicht weg sind und man will irgendwie Kekse klauen aus der Küche. Dann sagen die Geschwister zu sich, die Luft ist rein, wir können die Kekse klauen. Ja oder noch krasser, man möchte eine Bank ausrauben. Aber man möchte sie nicht überfallen, sondern man möchte warten, bis alle Angestellten weg sind und dann möchte man den Tresor aufknacken. Dann würde man auch vielleicht vor der Bank warten, bis der letzte Angestellte rausgeht und dann würde man sagen, okay, die Luft ist rein, wir gehen in die Bank. Super, das sind doch nützliche Vokabeln, die ihr im Alltag nützen könnt, wenn ihr demnächst bitte keine Bank überfaltet, aber vielleicht für die nächste Geburtstagsüberraschung. Manuel, erinnerst du dich noch, dass ich dir eine Web-Serie empfohlen habe namens The Race? Ich erinnere mich sehr an deine enthusiastische Erzählung. Es ging um YouTuberinnen, die um die Welt rasten, also die einen Wettrennen haben von Punkt A nach Punkt B zu kommen und dabei aber ich glaube kein Geld haben oder nur sehr wenig Geld. Null Geld und kein Handy. Und das ist die Herausforderung, sie werden irgendwo ausgesetzt, das heißt irgendwo ohne dass sie wissen wo sie sind, sie haben die Augen verbunden und dann müssen sie erstmal rausfinden wohin sie reisen müssen, das ist meistens ein kleines Rätsel, dass sie lösen müssen, aber ja ohne Handy, ohne Geld und dann müssen sie diesen Ort, den sie dann herausgefunden haben, suchen. Und das war bei den ersten beiden Staffeln waren das Orte in Europa, also sie mussten einmal von Paris nach Cappadocia zum Beispiel, einmal mussten sie von... Wo ist Cappadocia? In der Türkei und einmal mussten sie von Marokko glaube ich bis nach Köln fahren und jetzt aber sind sie noch ein Schritt weitergegangen, die Leute wurden in Hanoi ausgesetzt. Ohne Geld, ohne Handy und diesmal vor allem also früher natürlich auch schon, aber noch mehr ohne Sprache, weil natürlich in Vietnam, also Hanoi ist vielleicht eine der tristischsten Städte in Vietnam, aber trotzdem haben sie natürlich Probleme mit der Sprache und kein Übersetzungstool dabei, das heißt sie sind voll darauf angewiesen, dass Leute mit ihnen Sachen übersetzen und das ist so ein geiles Konzept, sie müssen tatsächlich auf eine Insel in Indonesien vor Singapur, das heißt sie müssen jetzt komplett durch Südostasien reisen, ohne Geld, ohne Handy und das ist einfach Spaß ohne Ende. Und das ist ja mit bekannten YouTubern? Nicht so sehr, also das alles die Leute, die damit machen jetzt kannte ich alle nicht, teilweise haben die schon Audience war glaube ich früher... Ein Publikum. Ein Publikum, danke Manuel. Früher war das glaube ich mehr andere YouTuber, jetzt sind das ja da ist zum Beispiel eine österreichische Journalistin dabei, die ich aber auch nicht kannte vorher und dann ein Moderator oder zwei Moderatoren aus Deutschland, aber nicht so bekannte Leute. Und sollen wir das einfach mal kopieren und bei Easy German machen, also Janusz, du und ich, RACEN auf dem Easy German Kanal. Genau, so eine ähnliche Idee habe ich schon im Kopf und wollte sie später mit euch besprechen, aber glaube mit anderen Vorzeichen würde ich das machen, aber auf jeden Fall ist das witzig. Was heißt das mit anderen Vorzeichen? Mit anderen Regeln, also ich würde nicht das komplett kopieren, das wäre irgendwie langweilig, aber Janusz ohne Handy, das wird interessant. Das wird doch interessant, das stimmt, ja genau. Es ist auf jeden Fall hoch interessant, ich kann nur eine Geschichte erzählen, da stehen die sind diesmal zu zweit, also in zweier Teams treten sie gegeneinander an und wer zuerst ankommt, hat gewonnen und zwei von denen versuchen dann zu hitchhiken in Hanoi und stehen dann da mit zum Schild an der Autobahnausfahrt und keiner hält an, weil in Vietnam macht man das einfach nicht, das ist irgendwie nicht so normal und dann hält eine Frau an, die auch gar kein Englisch spricht und die sagt so, ihr könnt ja nicht stehen, ich nehmt eh keiner mit, ich nehm euch jetzt mit, ich fahr euch zum Busbahnhof und ich zahl euch ein Ticket und die beiden so, nee das geht nicht, das ist viel zu teuer und sie so, nee also und sie unterhalten sich die ganze Zeit mit so einer App, also die sprechen in die App rein, die App übersetzt. Von der Dame, die sie damit nimmt, sie haben ja kein Handy. Richtig, genau und dann finden sie so raus, okay die Frau bringt sie tatsächlich zum Busbahnhof und dann sagt sie noch so, ich bin Ärztin und mein Job ist Menschen zu helfen und die bringt sie dann zum Busbahnhof, nicht nur zahlt sie das Ticket, sie gibt den Busfahrer auch noch Geld und sagt den Busfahrer bitte lade die beiden zum vietnamesischen Essen ein beim nächsten Stopp und das ist so unglaublich süß, dann ruft sie sogar noch, dann sind sie schon seit drei Stunden in dem Bus, ruft sie den Busfahrer nochmal an, um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht und so eine geile Geschichte, also das ist ja jetzt nur die erste Geschichte, die ich gesehen habe, die richtig süß war. Es lohnt sich das anzugucken, richtig schönes Konzept und man lernt auch so ein bisschen deutsche Jugendsprache, habe ich gemerkt, weil die Leute, die da mitmachen, sind so alle Anfang 20 und die benutzen noch sehr viel häufiger zum Beispiel Wörter wie Digger, als ich dachte. Also ich dachte Digger war ein Jugendwort schon, als ich jung war und heute ist es irgendwie, also es wird in jedem, wie so ein Füllwort in jedem zweiten Satz benutzt. Ja, das geht durch Zyklen glaube ich, das ist wie die, weiß ich nicht, enge Jeans oder so, das wird alle paar Jahre wieder cool. Also es ist auch zum Deutsch lernen, finde ich interessant, weil man hört sich, sage ich mal, junge Menschen in extremen Situationen an die ganze Zeit. Und wie so heißt eine deutsche Serie The Race und nicht das Webrennen? Weil, ist nicht cool Digger. Ist nicht cool genug. Ich glaube in Deutschland hat vieles englische Titel, weil es einfach besser klingt. Wir haben schon mal drüber gesprochen, dass man auch gerne englische Schimpfwörter übernimmt im Deutschen, weil wenn wir irgendwie Shit und Fuck, müssen wir das jetzt hier piepen, ist es nur ein Aus... Kannst du entscheiden, das ist ja unser Podcast. Wissenschaftlichen Zwecken hier jetzt genannt. Also das sind, sage ich mal, zwei englische Schimpfwörter, die im englischen Herter klingen als im Deutschen und die Deutsche benutzen die gerne, weil sie softer klingen als Ficken und Scheiße. Für uns, ja. Das ist wirklich verrückt. Jetzt habe ich so viele Schimpfwörter gesagt. Toll, Kari. Einfach nochmal schimpfen am Ende der Sendung. Nein, das war ja nur linguistisch. Ja, linguistik. Linguistik war das hier. Das war keine... Ich habe die ja nicht benutzt, um jemand zu beleidigen. Ich finde es auch okay, Schimpfwörter zu benutzen. Können wir vielleicht noch mal ein ganzes Thema draus machen? Haben wir da nicht schon drüber gesprochen? Weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, früher, also vor einigen Jahren, da haben wir auf dem Easy German Kanal öfter mal so anecken wollen. Da haben wir so Episoden gemacht. Mittlerweile machen wir das selten. Nein, wir sind auch älter geworden. Ja, okay, Leute, das war doch eine schöne Runde Episode. Bis bald. Bis bald. Tschüss.